Sie geben die Buchhaltung aus DOMUS ERP oder DOMUS 4000 an uns ab – ohne Kontrolle, Daten oder Fristen zu verlieren. Was wir dafür von Ihnen brauchen, was wir vorher wissen müssen und wie der Start abläuft: fünf Punkte aus der Praxis, von Leuten, die DOMUS selbst betreut haben.
- Wir buchen in Ihrem DOMUS – keine zweite Datenhaltung, kein Export.
- Eigener Benutzer in der Benutzerverwaltung mit Administratorrechten – nachvollziehbar und ohne Wartezeiten.
- Eigener Einleseparameter und mindestens Lesezugriff auf die Banking-Software.
- Abrechnungsstand und Liegengebliebenes besprechen wir vorher und separat.
Keine Zeit für die Details? Wir übernehmen Ihre Buchhaltung – direkt in DOMUS oder SCALARA.
Kostenloses ErstgesprächWir arbeiten in Ihrem DOMUS – nicht daneben
Wer die Buchhaltung aus DOMUS ERP oder DOMUS 4000 abgibt, hat zwei Möglichkeiten: Der Dienstleister bucht in einem eigenen System und liefert Zahlen zurück – oder er arbeitet direkt in Ihrem DOMUS. Wir machen ausschließlich das Zweite. Ihre Daten bleiben in Ihrem System, wir bekommen einen Zugang, und Sie sehen jede Buchung sofort. Doppelte Datenhaltung, Exporte und der Kontrollverlust, vor dem viele Verwaltungen zu Recht Respekt haben, kommen so gar nicht erst vor.
DOMUS ist für diese Arbeitsteilung gut vorbereitet. Benutzerverwaltung, Fibu-Ebenen, Einleseparameter und das Modul Zahlungsverkehr sind so angelegt, dass wir sauber abgegrenzt arbeiten können. Was wir dafür von Ihnen brauchen, ist überschaubar – fünf Punkte, die vor dem Onboarding-Termin geklärt sein sollten.
- Art. 28 DSGVO – Auftragsverarbeitung
- Wir verarbeiten Eigentümer- und Mieterdaten in Ihrem Auftrag. Grundlage ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV); der eigene, personalisierte DOMUS-Benutzer ist Teil der technisch-organisatorischen Maßnahmen.
- § 27 WEG
- Die Verantwortung gegenüber den Eigentümern bleibt bei Ihnen als Verwalter. Wir übernehmen die Ausführung, nicht die Pflicht – deshalb bleiben Freigaben und Beschlussumsetzung in Ihrer Hand.
Eigener Benutzer, Administratorrechte
Wir brauchen einen eigenen Benutzer in Ihrer DOMUS-Benutzerverwaltung – nicht den Sammelzugang „Buchhaltung“, den schon drei Kollegen nutzen. Nur so bleibt im Buchungsprotokoll nachvollziehbar, wer was gebucht hat, und nur so lässt sich unser Zugang am Ende der Zusammenarbeit sauber abschalten. Das Anlegen übernimmt Ihr Systemadministrator (Benutzer sa) in wenigen Minuten.
Bei den Rechten bitten wir um Administratorrechte. Das klingt nach viel, ist aber der praktischere Weg: Fehlende Rechte fallen immer dann auf, wenn es eilig ist – beim Anlegen eines Abstimmkreises, beim Korrigieren eines Einleseparameters, beim Freischalten einer Fibu-Ebene. Jede Nachfrage bei Ihnen kostet einen Tag, in dem die Buchhaltung steht. Wir kennen DOMUS aus sieben Jahren 3rd-Level-Beratung von innen und gehen mit den Rechten entsprechend um – und über unseren eigenen Benutzer bleibt trotzdem jederzeit nachvollziehbar, was wir getan haben.
Einleseparameter und Zugang zur Bank
Die laufende Buchhaltung in DOMUS lebt vom Modul Einlesen Bankdaten: Kontoumsätze werden über einen Einleseparameter importiert, automatisch zugeordnet, gemerkte Buchungen wiedererkannt, der Rest manuell verbucht. Damit das vom ersten Tag an läuft, brauchen wir zwei Dinge:
- Einen eigenen Einleseparameter mit passender Importeinstellung – also Speicherort, Dateiformat und Zuordnung der Datenfelder für die Kontoauszugsdateien, die wir einlesen. Ein eigener Parameter verhindert, dass sich die Einstellungen Ihres Teams und unsere gegenseitig überschreiben.
- Mindestens Lesezugriff auf Ihre Banking-Software (etwa SFirm, StarMoney oder das Online-Banking der Hausbank), damit wir die Umsätze selbst abrufen können, statt auf zugeschickte Dateien zu warten. Ob wir Zahlläufe und Lastschriftsammler aus dem Modul Zahlungsverkehr nur vorbereiten oder auch freigeben, ist eine Frage Ihres Freigabeverfahrens – beides ist in DOMUS sauber abbildbar und wird im Onboarding-Termin festgelegt.
Abrechnungsstand, Liegengebliebenes, Bankabstimmung
Wir können nur so gut arbeiten, wie die Daten sind, die wir vorfinden. Drei Dinge gehören deshalb vor dem Start ehrlich auf den Tisch – und über alle drei sprechen wir separat. Sie sind kein Teil der laufenden Pauschale, sondern ein eigenes Thema mit eigenem Zeitplan:
- Der Abrechnungsstand je Objekt. Welche Wirtschaftsjahre sind abgerechnet, welche Hausabrechnungen sind beschlossen, welche stehen aus? Ein Objekt mit drei offenen Jahren ist kein Grund zur Scham, aber ein Grund, es gesondert zu planen.
- Liegengebliebenes. Nicht zugeordnete Zahlungseingänge, Hausgeldrückstände ohne Mahnlauf, Verrechnungs- und Durchlaufkonten mit Saldo. Alles, was irgendwo „geparkt“ wurde, sollte benannt werden – sonst schleppen wir die Altlast mit, und am Ende wird sie wieder zu Ihrem Problem.
- Die Bankabstimmung. Stimmt der Bankbestand in DOMUS mit dem Kontoauszug überein, für jedes Konto? Das ist die erste Prüfung, die wir machen – und die Differenz ist oft der eigentliche Grund, warum die Buchhaltung überhaupt abgegeben wird.
Aufräumarbeiten übernehmen wir gern, aber nicht „nebenbei“ im laufenden Betrieb. Wer sie vorher offen anspricht, erlebt später keine Überraschung – auf keiner Seite.
Eigener Benutzer, eigener Einleseparameter, ein Onboarding-Termin – mehr braucht der Start in Ihrem DOMUS nicht.
Onboarding-Termin statt Parallelbetrieb
Die Übergabe selbst ist unspektakulär, und das ist Absicht. Es gibt einen Onboarding-Termin: Wir prüfen die Zugänge, gehen Ihre Objekte durch und besprechen Besonderheiten – Sondereigentumsverwaltung, gewerbliche Einheiten, Umlageschlüssel, die vom Standard abweichen, Ihre Regeln für Mahnläufe und Lastschriften. Ab diesem Termin buchen wir. Einen Parallelbetrieb, in dem beide Seiten wochenlang dasselbe tun, machen wir nicht; er kostet Zeit und schafft doppelte Zuständigkeiten.
Was es stattdessen gibt, ist eine Anfangsphase mit mehr Fragen. In den ersten Wochen melden wir uns häufiger: Welche Kostenart für diese Rechnung, wie war die Regel bei diesem Objekt, wer gibt diese Zahlung frei. Das ist normal und erwünscht – jede beantwortete Frage ist eine, die nicht wiederkommt. Danach pendelt sich ein fester Abstimmungsrhythmus ein, in dem wir offene Punkte gebündelt besprechen, statt sie im Tagesgeschäft versickern zu lassen.
Ein Hinweis zum Schluss: Je näher Ihre Buchhaltung am DOMUS-Standard liegt, desto schneller läuft der Start und desto weniger geht bei Updates kaputt. Wo eine Eigenlösung dasselbe leistet wie der Standard, schlagen wir Ihnen vor, sie zurückzubauen – aber erst, wenn der Regelbetrieb läuft.
Checkliste für den Start in Ihrem DOMUS
- Eigenen Benutzer anlegenIn der DOMUS-Benutzerverwaltung (durch sa) je Person bei uns ein eigener Benutzer – kein Sammelzugang.
- Administratorrechte vergebenDamit keine fehlende Berechtigung die Buchhaltung einen Tag anhält – nachvollziehbar über den eigenen Benutzer.
- Einleseparameter anlegenEigener Einleseparameter mit Importeinstellung im Modul Einlesen Bankdaten für unsere Kontoauszugsdateien.
- Zugang zur Banking-SoftwareMindestens Lesezugriff auf SFirm, StarMoney oder Online-Banking, damit wir Umsätze selbst abrufen.
- Freigabeverfahren festlegenBereiten wir Zahlläufe und Lastschriftsammler nur vor, oder geben wir sie frei? Wird im Onboarding-Termin entschieden.
- Abrechnungsstand je ObjektWelche Wirtschaftsjahre sind abgerechnet, welche Hausabrechnungen beschlossen, welche offen?
- Liegengebliebenes benennenUnzugeordnete Zahlungseingänge, Rückstände ohne Mahnlauf, Verrechnungskonten mit Saldo – besprechen wir separat.
- BankabstimmungBankbestand in DOMUS gegen Kontoauszug, für jedes Konto, zum Stichtag – unsere erste Prüfung.
- Onboarding-TerminZugänge prüfen, Objekte und Besonderheiten durchgehen, Regeln für Mahnläufe und Lastschriften klären.
- AbstimmungsrhythmusAnfangs häufiger, dann fester Rhythmus, in dem wir offene Punkte gebündelt mit Ihnen durchgehen.
Dieser Beitrag gibt die fachliche Einschätzung aus der Buchhaltungspraxis wieder und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.




